Konzeption

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Awo Hort Einstein

Phantasie ist wichtiger als Wissen,
denn Wissen ist begrenzt!
Albert Einstein


Unserer Konzeption liegt das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) zugrunde und wird regelmäßig aktualisiert.

Stand 2016

 

Unser Haus


Unser 2008 fertiggestellter Passivbau zeichnet sich durch eine kindgerechte, helle und barrierefreie Bauweise aus.
Das großzügige Außengelände bietet vielfältige Spielmöglichkeiten.

 

Umfeld des Hort
Unser Haus liegt im Kemptner Stadtteil St. Mang. Direkt vor der Haustür befinden sich eine Bushaltestelle, sowie Parkmöglichkeiten.


Des Weiteren gibt es:
* Platz „Im Oberösch" (Martinfeier, Weihnachtsmarkt Stadtteilfest)
* Grundschule Gustav-Stresemann (1-4 Klasse, Inklusionsschule)
* Mittelschule Robert-Schumann (10 Gehminuten entfernt)
* Kita Wiesengrund (Nachbar) AWO Kita Regenbogen (15 Gehminuten entfernt)
* Discounter, Bäcker, Miniladen, Apotheke
* Wohnheim für Menschen mit Behinderung
* Mehrgenerationenhaus, Stadtteilbüro
* Seniorenwohnanlage
In der Nähe befinden sich auch mehrere Spielplätze, ein Fußballplatz sowie ein Rodelberg. Unsere Kinder freuen sich stets über diese Abwechslungsreichen Möglichkeiten. 

Einzugsgebiet


Die Mehrzahl unserer Kinder kommt aus St. Mang oder von der Ludwigshöhe. Die Kinder im Haus kennen sich und treffen sich daher oft auch privat. Der Kontakt zu Freunden, die nicht im Hort sind, können die Kinder nach Absprache mit den Betreuuerinnen durch Besuchstage im Hort pflegen.
St. Mang ist multikulturell und viele verschiedene Nationen leben hier zusammen. Die Kinder kommen aus unterschiedlichsten Familienstrukturen und bringen so verschiedene Bedürfnisse mit in den Hortalltag. Die große Altersspanne macht unsere tägliche Arbeit mit den Kindern spannend und abwechslungsreich und bietet den Kindern viel Raum sich zu entwickeln.

Uns sind alle Kinder Willkommen – unabhängig von Hautfarbe, nationaler und konfessioneller Zugehörigkeit. Wir grenzen keine Kinder aus und sind offen für besondere Bedürfnisse.

 

Team

Ein starkes Team gibt Kindern und Eltern Struktur und Verlässlichkeit, Geborgenheit und Orientierung.
Wir stärken uns durch:
* Wöchentliche Teamgespräche
* Organisation des Tagesablaufs, Dienstplanerstellung
* Regelmäßige Reflexionen
* Fortbildungen, Arbeitskreise und Team Tage
* Absprachen und Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen und im Haus
* Gegenseitige Hilfe und Unterstützung bei pädagogischen Fragen und Problemen – kollegiale Beratung
* Fachberatung von „außen"
* Beschwerdemanagement der Eltern und Kinder
* Beobachtungsbögen
* Lehrergespräche


 

Räumliche Situation

Die Schulkinder werden in drei Gruppen von je einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut.
Die Hausaufgaben erledigen die Kinder im Hausaufgabenraum. Dabei werden Sie von einer pädagogischen Fachkraft nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützt.
In Ihrer freien Zeit können sich die Kinder nach Absprache (Namenschild auf der Magnettafel stellen) frei im Haus und Außengelände bewegen und alle Spiel und Rückzugsmöglichkeiten nutzen.
* Drei Gruppenräume mit 2ter Ebene
* Große Halle mit Kicker, Konstruktionsecken
* Weltenentdecker
* Hausaufgabenräume (wenn frei)
* Lese-Korb
* Turnhalle, Schulturnhalle (1x wöchentlich)
* Überdachte Ostterrasse mit Tischtennisplatte
* Terrasse mit Hängesessel
* Schulhof, Sportplatz
* Teich, Sandkasten mit Matschbereich
* Rodelhang, Kletterwand
* Gartenhäuschen, Gerätehaus
* Fußballtore (mobil)
* Rutsche
* Großzügige Spieldrachen mit phantasieanregenden Elementen

Der Garten, Sport- und Drachenspielplatz wird von Hort und Schule gemeinsam genutzt.
Bei Bedarf werden die Horträume von der Schule und den umliegenden Einrichtungen genutzt.
Ebenso besteht die Möglichkeit die Schulräume durch den Hort zu nutzen.


 

Tagesablauf
Die meisten unserer Aktivitäten können Sie an der
„Unser Jahr im Hort Einstein" Wand miterleben

Schulzeit
Nach dem Unterricht kommen die Kinder selbständig in den Hort.
Zwischen 12.00 und 14.00 Uhr wird in mehreren kleinen, familiären Runden zu Mittag gegessen.
Danach freie Gestaltung des Nachmittages mit Aktionen, Projekten...

* Weltenentdecker
* Gruppenrunde, KiKo (Kinderkonferenz)
* Projekte/ Workshops zum Jahresthema zur Gruppengestaltung
* Kinder-Uni
* Schulturnhalle
* Backen für Feste/Feiern
* Drachen steigen lassen
* Rodeln
* Hortübernachtung
* Geburtstagsfeiern, Faschingsparty
* Unterstützung bei Konfliktlösungen

Die Hausaufgaben können Montag bis Donnerstag ab Schulschluss bis 17.00 Uhr erledigt werden. Am Freitag werden im Hort keine Hausaufgaben gemacht, damit Zeit bleibt für Spiel und größere Aktionen in und außer Haus.

 

Ferienzeit
Ferien bedeutet: Zeit haben - Entspannung – Abschalten von schulischem Druck
Kinder, Eltern sowie das päd. Fachpersonal genießt die Zeit mit den Kindern weit weg von Schule und Hausaufgaben.
Endlich ist Gemeinsame Zeit für:
* Kreativität
* Ruhe und Entspannung
* Zeit für intensives Spiel (Siedler von Catan, Monopoli,..)
* Kinobesuche
* Weihnachtsmarktbesuch
* Besuch von Ausstellungen, Wasserwerk
* Selber Kochen und Essen außer Haus
* Besuch von Freunden unserer Hortkinder
* Ausflüge zum Engelhaldepark, Spielpark St. Mang, Waldspielplatz
* Minigolf
* Ferienfreizeit – drei Tage Urlaub mit unseren Kindern-
* Jahreskreisfeste feiern wir z.B. als Fest der Liebe (Weihnachten), Ostern mit einem gemeinsamen Frühstück und Martinsfeier um gemeinsam zu teilen 


 

Mittagessen
Ein gemeinsames Mittagessen ist uns sehr wichtig.
Da wir familienergänzend arbeiten, Essen wir gleitend in mehreren kleinen Gruppen.
Bei einer kleinen Runde können die Kinder von Ihrem Schultag und Erlebnissen berichten und fühlen sich angenommen und gehört.
Unser Mittagessen wird von „allgäu medical" täglich frisch gekocht und geliefert.
Gemeinsam mit den „Essensbeauftragten" (Kinder aus jeder Gruppe) gestalten wir einen gesunden und abwechslungsreichen Speiseplan.
Hierzu gehört zum Beispiel Gerichte mit wenig Fettgehalt, keine/wenig Geschmacksverstärker, wenig Zucker, keine künstliche Zusatzstoffe und maximal zweimal die Woche Fleisch (nur Pute, Hühnchen oder Rind)
Zu Trinken bekommen die Kinder täglich frischen Früchtetee, Wasser mit und ohne Kohlensäure.
Freitags ist unser „Safttag" – es gibt etwas Besonderes zu trinken
(z. B. verschiedene Säfte, Eistee, Schokoladenmilch....)

 


 

Hausaufgaben

Die Hausaufgaben sind ein fester Bestandteil im Tagesablauf.
Für das Gelingen der Hausaufgaben ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule und Hort von großer Bedeutung.


Wir ermöglichen Ihrem Kind:
* Wertschätzung
* Ruhige Arbeitsatmosphäre im Hausaufgabenraum
* Individuelle Unterstützung nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe"
* Montag bis Donnerstag gleitende Hausaufgaben von Schulschluss bis 17 Uhr


Am Freitag erledigen die Kinder Ihre Hausaufgaben zu Hause, damit Sie als Eltern die Möglichkeit haben, die schulische Entwicklung Ihres Kindes zu begleiten und zu unterstützen.
Wir geben Hilfestellung im angemessenen und überschaubaren Rahmen, um den Lehrern eine wirklichkeitsnahe Rückmeldung über den Leistungsstand der Kinder zu geben. Sollte es wiederholt Probleme bei der Erledigung geben, werden Sie und die Lehrkraft darüber informiert.


Dabei unterstützen wir Sie als Eltern durch:
* Regelmäßigen Kontakt mit Ihnen und der Lehrkraft
* Einträge/Info´s im Hausaufgabenheft
* zeitnahe Rückmeldung über Hausaufgaben

Unsere Grenzen in der Hausaufgabenbetreuung liegen in der Einzelbetreuung.
Wir bieten einen strukturierten Rahmen zu Erledigung der Hausaufgaben, jedoch können wir keine Lücken füllen oder, wie eine Lehrkraft, Wissen vermitteln.

 

 


 

Ziele unserer pädagogischen Arbeit


Zu den pädagogischen Kernaufgaben eines Hortes zählt die professionelle Begleitung der Kindlichen Entwicklungsprozesse.
Wir schaffen für unsere Kinder Lernarrangements, die Ihnen dabei helfen, sich die folgenden Schlüsselkompetenzen anzueignen:


* Personale Kompetenz
* Soziale Kompetenz
* Wissenskompetenz
* Instrumentelle/methodische Kompetenz (Lernkompetenz)
* Interkulturelle Kompetenz
* Sprachkompetenz
* Kompetenz zur gewalt-und diskriminierungsfreien Konfliktbewältigung
* Kompetenz zur Partizipation, Verantwortungsübernahme und Beschwerdemanagement
* Kompetenz zur geschlechterbezogenen Sichtweise
* Umweltkompetenz
* Medienkompetenz


In unserem Hortalltag bieten sich vielfältige Situationen für die Hortkinder, in allen Kompetenzbereichen Ihre Erfahrungen zu sammeln, Fähigkeiten zu erweitern und diese im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen zu testen und zu festigen.
Wir holen die Kinder in unserer Erziehung dort ab, wo sie stehen und fördern individuell. In allen Bereichen der Erziehung haben wir als Betreuerinnen stets eine Vorbildfunktion. Da Kinder viel durch Beobachtung lernen, können sie verschiedene richtige Verhaltensweisen bei uns „abschauen", z.B. respektvollen Umgang, Höflichkeit, sprachlicher Ausdruck usw. 

 

 

Personale Kompetenz
Die eigene Person und der bewusste Umgang mit sich selbst stehen hier im Vordergrund.
Die Kinder stärken Ihr:
* Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein
* Eigene Identität finden und stabilisieren
Unsere Kinder haben ein Recht auf „Nein" z.B. freie Wahl bei Angeboten
* Selbstvertrauen
Die Meinung der Kinder ist uns wichtig. In der wöchentlichen Gruppenrunde werden die Kinder zu den anstehenden Themen/Aktionen/Wünschen befragt und in die endgültige Planung miteinbezogen
* Besitz von moralischen Werten und Normen
Wir sind den Kindern ein Vorbild, sind gerecht bei Sanktionen und lassen uns auf Kompromisse ein und überdenken (auch mit Kindern) geltende Regeln
* Toleranz/Akzeptanz Anderer
Wir achten auf einen höflichen Umgang miteinander (Bitte, Danke, Grüßen)
* Neugier und Weltoffenheit
* Phantasie, Kreativität, Erfindergeist
Wir sind den Kindern in verschiedensten Bereichen Lernort, in dem sie sich und die Umwelt erforschen können (Weltenentdecker, Haus der kleinen Forscher)
* Gefühle zulassen können und damit richtig umgehen lernen
Konfliktsituationen selbständig gewaltfrei lösen,
* Eigenes Denken und Handeln reflektieren und selbst dafür gerade stehen
Wir besprechen regelwidriges Verhalten mit den Kindern und sprechen entsprechende Sanktionen aus z.B. Kinder halten sich in unbeaufsichtigten Räumen nicht an die Regeln, dann können Sie einige Zeit nur dort spielen, wo eine durchgehende Aufsicht gewährleistet ist
* Übernahme von Verantwortung für sich und andere
Wir lösen keine Konflikte für die Kinder. Wir lassen den Kindern Zeit (Betreuerin beobachtet) selbst zu einer Einigung zu kommen und holen sie nur wenn Unterstützung notwendig ist, an einen Tisch und helfen durch Vermittlung den Konflikt selbst zu lösen
* Nutzen von Chancen zur Verbesserung des eigenen Lebens
* Widerstandskraft und Frustrationstoleranz z.B. Verluste aushalten, Verlieren können, Übergänge in neue Lebensabschnitte – Lehrerwechsel nach der 2ten Klasse, Eigenverantwortlichkeit bei Hausaufgaben für die Vollständigkeit – je nach Entwicklungsstand immer weniger Kontrolle durch die Betreuerin
* Sinnvolle Freizeitgestaltung
Wir bieten den Kindern zahlreiche Möglichkeiten, sich zu beschäftigen, da Sie das ganze Haus und das Außengelände nutzen können (siehe räumliche Situation des Hauses
Auseinandersetzung mit Partnerschaft und Rollenverhalten
Unsere Kinder können z. B. in die Rolle des Erziehers „schlüpfen" und so andere Rollen kennenlernen (beim Backen, Basteln, Mittagessen, Zähne putzen..)


Soziale Kompetenz
Durch Ihr agieren in der Gruppe lernen die Kinder:
* Auf andere zu zugehen z.B. neue Kinder bekommen von „alten Hasen" das Haus gezeigt, die Regeln erklärt, wir vermitteln Spielpartner..
* Sich in andere hineinversetzen können, einfühlen können
Wir zeigen im Gespräch auf, wie sich das andere Kind fühlt, fragen nach ob sie sich auch so fühlen wollen, regen Kinder an einen Kompromiss zu finden
* Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen
* Eigene Bedürfnisse zurückstellen zu können- sich dabei aber nicht selbst zu vergessen
* Regeln der Gruppe einhalten und bei Bedarf hinterfragen zu können
* Konstruktive Kritik zu üben
Unsere Kinder dürfen in der Gruppenrunde Kritik/Ärger über alle Bereiche, die den Hort betreffen äußern (auch über Betreuerverhalten), wir suchen dann gemeinsam Lösungen und ändern evtl. bestehende Regelungen
* Konflikte demokratisch lösen können durch Kompromisse
* Eigene Meinung vertreten können, aber auch bei Bedarf zu ändern
* Ein „Nein" sagen dürfen und können und ein „Nein" anderer akzeptieren
* Verschiedenste Weltanschauungen kennenlernen
* Akzeptanz und Toleranz anderer Kulturen, Religionen
* Einzigartigkeiten anerkennen und akzeptieren – Inklusion von Kinder mit Handicap
* Kompromisse eingehen können z.B. Spielmaterial gehört allen Kindern und wird geteilt
* Freundschaften knüpfen und pflegen z.B. Besuchskinder
* Aktive Teilnahme am Gruppengeschehen z.B. Kinderkonferenzen, im Adventkreis vorlesen

Wissenskompetenz
Wir helfen den Kindern sich in der konsumorientierten Gesellschaft mit den vielen Medien, Informations- und Kommunikationstechniken zurechtzufinden und den bewussten Umgang zu fördern:
* Mit Medien und Konsum bewusst umgehen können z.B. mit den Kindern PC Nutzung und Zeiten erarbeiten
* Tageszeitung liegt aus
* Umweltbewusst zu handeln z.B. aktive Mülltrennung, Wasser/Strom sparen
* Zusammenhänge im naturwissenschaftlichen, mathematischen Bereich verstehen durch Experimente, Denkspiele, Weltenentdecker, Kinder-Uni...
* Vertiefen von Wissen in allen schulischen Bereichen in der Hausaufgabenzeit
* Das eigene Leben in Familie, Schule, Hort und Freizeit selbstbestimmt gestalten
Durch unsere offene Arbeit können die Kinder sich im Freizeitbereich ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen Ihren Spielpartner, Spielort und Spielart aussuchen

Lernkompetenz (instrumentelle/methodische Kompetenz)
Schulische Inhalte werden den Kindern von den Lehrkräften vermittelt.
Wir unterstützen die Kinder dabei:
* Die Fähigkeit zu erlangen, sich auch außerschulisches Wissen anzueignen
* Hilfe zu Selbsthilfe zu geben, Wo kann ich nachsehen/nachfragen
* Lerntechniken aufzeigen und aneignen – immer gleicher, ordentlicher Arbeitsplatz
* Arbeitszeit, Aufgaben richtig einteilen lernen
* Gezielt Hilfsmittel einsetzen – Hundertertafel, Abakus
* Bereitschaft und Freude am Lernen erhalten – Wertschätzung der Leistungen
* Wissen, wo Informationen/Wissen zu holen ist – Duden, Internet
* Vertiefung der schulischen Lerninhalte – schreiben, rechnen usw.

Diese Schlüsselkompetenzen helfen den Kindern, sich in Ihrem Lebensumfeld bestmöglich zu entwickeln und sich auf ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten.

Dokumentation/Beobachtung von Lern- und Entwicklungsschritten
Wir halten die Entwicklungsprozesse unserer Kinder mit Beobachtungsbögen fest, dokumentieren situationsbezogene Verhaltensweisen schriftlich und stehen jederzeit für Gespräche zur Verfügung.
An unserer Jahreswand können einige unserer Aktionen einsehen und auch der Portfolio-Ordner Ihres Kindes hält verschiedene Stationen im Hortleben Ihres Kindes fest. Bitte achten Sie die Privatsphäre Ihres Kindes und schauen sich den Ordner nur mit Ihrem Kind gemeinsam an :)

Weitere Schwerpunkte unserer Hortarbeit

Interkulturelle Kompetenz
* Soziales Miteinander im Haus der verschiedenen Nationen
* Entgegenwirken bei Vorurteilen
Wir lernen mit den Kindern die verschiedenen Sichtweisen kennen und können so Vorurteilen entgegenwirken, die durch Unverständnis entstehen
* Kooperationsfähigkeit entwickeln
* Wertschätzen des Anderen
Wir nehmen die Kinder an, wie sie sind. Die päd. Fachkräfte sind Vorbild und vermitteln so den Kindern jeden Menschen zu akzeptieren, so wie er ist
Die pädagogischen Fachkräfte sind Vorbild und vermitteln so den Kindern jeden Menschen zu akzeptieren so wie er ist - „Bild vom Mensch"
* Interkulturelle Erziehung
Wir beziehen die einzelnen unterschiedlichen Kulturen im Haus in unseren Alltag mit ein und zeigen diese auf – internationale Feste, Weihnachten in verschiedenen Ländern usw.
* Ethik und Religion
Da in unserem Haus viele verschiedene Nationalitäten und Religionen vertreten sind, gibt es bei uns keine speziell religiöse Erziehung im eigentlichen Sinn.
Wir feiern die jahreszeitlichen feste wie z.B. Weihnachten nicht weil Jesus geboren wurde, sondern als Fest der Liebe und Freude und beim Martinsfest steht das Teilen und gegenseitige Hilfe im Vordergrund. Werte die auf gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfe und Toleranz basieren sind uns sehr wichtig und finden uns im täglichen Umgang mit Kindern und Eltern ihren Platz.

 

Sprachkompetenz

* Sprachförderung durch Rollenspiele, Gesprächsrunden usw.
* Ausdrucksfähigkeit festigen und erweitern z.B. Geschichten erzählen
* spielerische Förderung des Sprachverständnisses durch z.B. Tischspiele (Monopoly, Taschengeld, Quiz, Spiel des Lebens, Head Banz, Wer ist es?, ...)
* Sprechfreude erhalten und fördern durch aktives Zuhören – Sätze/Worte richtig wiederholen, damit keine Kind bezogene Korrektur entstehen
* Vorbild der pädagogischen Fachkräfte – in ganzen Sätze sprechen
* ständiger Zugang zu Büchern aller Art
* im täglichen Umgang – nach dem Mittag essen Rätsel/Fragen stellen um dann zum Zähne putzen gehen zu können

Kompetenz zu gewalt- und diskriminierungsfreier Konfliktbewältigung

* entgegenwirken der Gewaltverherrlichung in den Medien durch aufzeigen von gewaltfreien Konfliktlösungen z.B. im gemeinsamen Gespräch
* lernen sich durchzusetzen, ohne andere zu Benachteiligen – gemeinsam Kompromisse suchen und finden
* Eltern/Kinder für gewaltfreie Erziehung sensibilisieren z.B. auf Eltern/Kinder-Kurse aufmerksam machen

Kompetenz zur Partizipation und Verantwortungsübernahme

* Rechte der Kinder achten
* Ideen der Kinder sammeln und gemeinsam umsetzen
* Mitbestimmung der Kinder in den Gruppenrunden, bei Abstimmungen/demokratischen Wahlen
* gemeinsam Regeln erstellen, kritisch hinterfragen und neu festsetzen
* Angebote außerhalb der Einrichtung nutzen z.B. Jugendtreff

Kompetenz zur geschlechtsbezogenen Sichtweise

* Chancengleichheit für Alle, Gleichberechtigung fördern, Benachteiligung abbauen
* Grundlagen zur Achtung des anderen Geschlechts legen durch respektvollen Umgang miteinander
* Regelmäßige Schulungen nach § 8a für das pädagogische Team
* Sexualität offen besprechen

Umweltkompetenz

* Umweltbildung z.B. Obstgarten/Teich über das Jahr beobachten/pflegen
* Konflikte in der Nutzung der natürlichen Ressourcen erkennen – Wasser/Strom/Material/ sparsam verwenden
* Erhalt der Umwelt für nachfolgende Generationen durch bewussten Umgang
* Aufzeigen von Umweltschutz – „Passivhaus-Bauweise"

Medienkompetenz

* Fähigkeit mit Medien kritisch umzugehen z.B. Gespräche über verschiedene Fernsehsendungen/PC-Spiele
* Bewusste Nutzung des Internet um sich zu informieren, zu bilden und zu unterhalten
* Einhaltung der gesetzlichen Altersbeschränkungen bei Spielen/Filmen
* Angebot der Tageszeitung

Bewegung, Sport und Gesundheit

Wir achten darauf, dass sich unsere Kinder ausreichen bewegen.
Hierzu steh Ihnen das großzügige Außengelände und die Hortturnhalle zur Verfügung. Ebenso nutzen wir 1x wöchentlich die Schulsporthalle. Dort können die Kinder nach Ihren Wünschen Bewegungsspiele machen oder die Geräte nutzen.
Bei Aktionen außer Haus achten wir immer darauf, auch zu Fuß unterwegs zu sein und nutzen nur selten den Bus. Wir gehen z.B. zu Fuß zum Engelhaldepark, laufen in die Stadt/zum Theater/zum Spielplatz usw.
Auch bei der Ernährung achten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auf Ausgewogenheit und gesunde Kost. So findet z.B. in den Ferien ein gesundes Frühstück statt. Auch die Gestaltung des Speiseplans bestimmen die Kinder aktiv mit.

Musikalische Erziehung

Die Kinder haben die Möglichkeit bei unseren „Einstein-Musik-Kids" mitzumachen.
Zu den verschiedensten Festen gestaltet diese Kleingruppe musikalische Einlagen mit Gesang und Instrumenten z.B. Boom Rackers, Sitztrommel, Klavier, eigener „Körper als Instrument".
Gerne nutzen die Kinder auch unsere Räume und technischen Möglichkeiten für selbständig einstudierte Tänze und Aufführungen.

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik

Hier übernimmt zum größten Teil die Schule die Wissensvermittlung. Im Hort können die Kinder durch spezielle Spielmaterialien (Knex = Konstruktionsmaterial) das logisches Denken erfordert, „Mein Taschengeld"-Spiel, Lego-Technik, usw.) Erfahrungen mit Technik und Mathematik sammeln und vertiefen.
Bei geplanten Experimenten und freien Experimentierzeiten mit verschiedensten Materialien (Gips, Magnete, Farben, usw.) können die Kinder sich im Naturwissenschaftlichen Bereich weiterbilden.
Dazu nutzen wir den „Weltenentdecker"-Raum. Hier besteht die Möglichkeit sich mit Dingen des täglichen Lebens auszuprobieren und Neues zu erforschen z.B. wie sieht ein Telefon/Bügeleisen/PC von innen aus.
Auch bei den Besuchen der Kinder-Uni in der technischen Hochschule in Kempten können sich die Kinder in verschiedenen Themenbereichen Wissen aneignen.

 


Kompetenz zur Partizipation, Verantwortungsübernahme und Beschwerdemanagement

Was heißt Partizipation?
partizipare (lat.): teilnehmen, Anteil haben
„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben in der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden."
Richard Schröder, 1995

Die Kinder planen und gestalten das Jahr durch z.B. regelmäßige Gruppenrunden/KiKo und Wahlen mit.
Die Kinderkonferenzen können die Kinder u.a. auch dafür nutzen, Regeln kritisch zu hinterfragen und sie dann gegebenenfalls zu ändern.
Jede Beteiligung der Kinder, auch Beschwerden werden ernst genommen und gemeinsam diskutiert.
Die Kinder sollen erfahren, dass Ihre Stimme Gewicht hat und Ihre Meinung zählt. Gemeinsam getroffene Entscheidungen sollen von allen Kindern mitgetragen werden können.
Wir bieten den Kindern Raum für freie Meinungsäußerung und geben die Möglichkeit der Mitbestimmung, Teilhabe und Mitverantwortung für Ihren Hortalltag.
Verankert sind diese Rechte in internationalen Regelungen (Art. 12 UN-Kinder-rechtskonvention), nationalen und regionalen Gesetzen (§ 8 Abs. 2 in Vbdg. M. § 45 Abs. 2 Ziffer 3 SGB VIII; n Art. 10 Abs. 2 BayKiBiG)

P – politisches Denken und Handeln
A – Aushandlungsprozesse auf Augenhöhe
R – Rechte der Kinder
T – Teilhabe
I – Individualität akzeptieren
Z – Zeit miteinander haben
I – Informieren der Kinder
P – Praktische Umsetzung neuer Wege
A – Akzeptanz der Verschiedenheit
T – Transparenz der Strukturen
I – In Kontakt sein
O – Ohne Mit-/Selbstbestimmung geht es nicht
N – Neues gemeinsam entwickeln

 


 

Inklusion und Integration
Unser Haus ist barrierefrei gebaut und ermöglicht so die Aufnahme von Kindern mit Beeinträchtigung (z.B. Rollstuhl).
Unsere angrenzende Grundschule ist Inklusionsschule. Somit sehen auch wir uns in der Verantwortung, unser Haus für alle Kinder zu öffnen und werden dem bei Bedarf gerne nachkommen.
Grundsätzlich wird kein Kind vom Besuch des Hortes ausgeschlossen, sofern das Wohlergehen jedes einzelnen gewährleistet werden kann.
Hierzu sind auch die staatlichen Vorgaben in Bezug auf Räumlichkeiten und Personal zu beachten.
I – Ich bin Ich
N – Niemand wird ausgegrenzt
K – Kinderrechte
L – Liebe und Fürsorge
U – Unterschiede akzeptieren
S – Selbstbewusstsein
I – Integration der verschiedenen „Ich´s"
O – ohne Vorurteile
N – Neue Wege gehen


Elternarbeit
Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung liegt unserer Elternarbeit zu Grunde.
Wir möchten Sie bei der Erziehung Ihres Kindes unterstützen, beraten und eine Erziehungspartnerschaft mit Ihnen bilden.


* Erstkontakt
Möglichkeit der Vormerkung

* Aufnahme
Anmeldegespräch mit Hortbesichtigung
Information über die pädagogische Arbeit und Grundsätze

* Laufende Elternarbeit
Tür- und Angelgespräche
persönliche Elterngespräche nach Absprache
Beratungsgespräche/Besuche von pädagogischen Diensten
gemeinsame Lehrergespräche/Einträge im Hausaufgabenheft
Elternbriefe/ Elternbierfkasten
Jährliche Elternumfrage

Was wir Eltern bieten:
* wertschätzenden Umgang - anhören/ernst nehmen der Wünsche/Probleme und nach Möglichkeit umsetzen
* einbeziehen der Eltern in unsere pädagogische Arbeit
* Überwindung von Sprachbarrieren (durch Dolmetschen der Kinder oder anderer Personen bei Gesprächen)
* Engagement – WIR üben unseren Beruf mit Freude aus
* Diskretion
* Hilfestellung bei Gesprächen mit Schule/Fachdiensten
* Information und Transparenz – Elternbriefe, Jahreswand


Was wir von Eltern erwarten:
* Wertschätzenden Umgang
* partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes
* Anerkennung von Fachkompetenz und deren Grenzen
* Mithilfe bei festen, Feiern und Veranstaltungen
* Zuverlässigkeit bei Rückläufen von Briefen/Fragebögen/Formularen und bei der Übermittlung von Informationen bezüglich des eigenen Kindes
Wir kennen unsere Grenzen und vermitteln Sie in besonderen Fällen an andere Fachdienste weiter, um so die Entwicklung Ihres Kindes optimal zu unterstützen.
Sie als Eltern sind gerne dazu Eingeladen, sich einzubringen und das Hort-Team in allen Bereichen des täglichen Hortlebens zu unterstützen.

 


 

Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen/Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit bedeutet die Öffentlichkeit, wie z.B. die Eltern und Anwohner auf unsere Einrichtung aufmerksam zu machen und sie miteinzubeziehen. Dies ist wichtig, da unser Hort ein teil des Gemeinwesens ist und von diesem akzeptiert, unterstützt und gefördert werden soll. Zu diesem Zweck ist es notwendig, dass die Bewohner unseres Stadtteils und Wohngebietes unsere Einrichtung kennen denn nur Bekanntes schätzt man. Bedeutsam ist ebenso, dass den Menschen um uns herum ein möglichst genaues Bild unserer Einrichtung und unserer pädagogischen Arbeit vermittelt wird. Aus diesen Gründen wollen wir unser Hus immer wieder für Besucher öffnen und auch mit unseren Kindern viel im Stadtteil und der Umgebung unternehmen.


Schulen


Die Zusammenarbeit von Hort und Schule ist sowohl im SGB VII §81 als auch im BayEUG Art.31 vorgesehen.
Wir haben ein gemeinsames Anliegen: die Förderung, Bildung und Erziehung von Kindern.
* regelmäßiger Kontakt zu den Lehrern unserer Kinder
* Fachberatungsgespräche bei Inklusionskinder
* Teilnahme an Festen, Feiern, Elternabenden und Informationsveranstaltungen
* Gemeinsame Fortbildungen
* Exkursionen im Hort
* Schulsozialarbeit
* Räume und technische Mittel gemeinsam nutzen
* Mittagsbetreuung (Mittagstisch im Hort)

Therapeutische Fachdienste

* Ergotherapie ca. 15 Min. vom Haus zur Praxis
* Heilpädagogische Tagesstätte/Tom-Mutter-Schule
* Logopäden, mobile Beratungsstellen
* Jugendamt (wirtschaftliche Erziehungshilfe, Erziehungsbeistandschaft)
* Sozialamt
* Gesundheitsamt
* Schulpsychologen
* Schulprojekt „Flex-Klasse"

Berufsbildende Schulen


* Ausbildungsplätze für Praktikanten der Fachakademie/Kinderpflegeschule
* Teilnahme an Anleitertreffen
* Exkursionen im Haus
* Zusammenarbeit mit Fachakademie, Kinderpflegeschule, Fachoberschule

Andere Horte/Kindertagesstätten


* Gemeinsame Veranstaltungen
* Hort-Cup (Fußballturnier mit den Horten aus Kempten und Umgebung)
* Gemeinsame Fortbildungen und Arbeitskreise

Öffentliche Einrichtungen


* AWO Ortsverband – Unterstützung bei Veranstaltungen
* AWO Seniorenheim – kleine Auftritte
* Teilnahme an Stadtteilfesten – BSG Weihnachtsmarkt
* Allgäu Medical – Erste Hilf Kurs
* Zahnartbesuch 1x jährlich
* Informationen an die Presse
* Exkursionen in der Einrichtung/in anderen Einrichtungen

 

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